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Mittwoch, 7. September 2016

Lamm

Nachdem die im Kommentar von Herrn Riedel (siehe Blogeintrag vom 05.09.) berechtigt aufgeworfene Frage nach dem Tier am Spieß unter den SchülerInnen zu wilden Spekulationen führte, die in der Behauptung kulminierten, die Lehrer würden Hunde grillen, sei hier versichert, dass es sich bei dieser Delikatesse (für Nichtvegetarier bzw. -veganer)...

... um ein schlichtes, 13 kg leichtes und in friedlicher bosnischer Natur unschuldig und wohlbehütet aufgezogenes Lämmchen handelt. 


Nicht jeder mag's essen. 😉


Zugegeben, zum verwechseln ähnlich! 😂

Dienstag, 6. September 2016

Rundfahrt durch die Herzegowina

Nachdem sich alle am Frühstücksbuffet satt gegessen hatten und die Taschen für die Rundfahrt gepackt waren, starteten wir um 08:45 in der Nähe des Hotels. Das erste Ziel unserer Rundfahrt war das Derwisch-Kloster im Ort Blagaj,
ein dreistöckiges Gebäude, das direkt an einen Karst-Berg gebaut wurde. Direkt vor dem eindrucksvollen Gebäude verläuft Fluss Buna, der aus einer Höhle im Berg entspringt und sich durch den ganzen Ort fortsetzt.

        Karstquelle und Derwischkloster

Vor Ort erklärte uns Herr Gieska die Beschaffenheit von Karst-Gestein. Er veranschaulichte den Erosionsprozess, der sich dort über mehrere tausend Jahre ereignet hatte, am Beispiel von einem Salzsäure vs. Kalkstein-Experiment. 

      Referate von Amelie, Milena und Dr. Gieska

    Begriffsvertiefung: Karst, bosnisch Krš

Nachdem ausreichend Fotos von der eindrucksvollen Umgebung gemacht wurden, stiegen wir wieder in den Bus und verließen Blagaj. 
Bevor wir uns dem begehrten Hauptziel des Tages, den Kravice Wasserfällen, widmeten, hielten wir allerdings noch kurz im kleinen Ort Pocitelj. Hier konnten wir ein Weltkulturerbe von Bosnien und Herzegowina, eine kleine Moschee, besichtigen und hatten damit endlich die Möglichkeit, eine solche auch zu betreten. 

                                     Im Inneren der Moschee von Počitelj

Weltkulturerbe: Počitelj

Ein kleiner Vortrag klärte uns dort über die besondere osmanische Bauweise des Gebäudes auf und wies uns auf die Zerstörung im Krieg und den späteren Wiederaufbau hin. Außerdem verdeutlichte er die Besonderheit des Ortes. Die Osmanischen Stadtplaner hatten eine damals sehr moderne Kleinstadt entworfen, es gab eine Koran-Schule, eine Gaststätte, einen Uhrturm und mehrere weitere Gebäude, die wichtig für eine funktionelle Infrastruktur waren. 

                                     Die Festung von Počitelj

Nachdem wir dann noch kurz einen Touristen aus Hannover trafen, verließen wir Pocitelj. Danach ging es weiter zu den Wasserfällen in Kravice. Dort konnten wir uns sonnen, schwimmen und die Wasserfälle erkunden. Dazu war das warme Wetter sehr gut geeignet. Im Anschluss war der Großteil der Gruppe direkt am Flussufer essen.

     Die Kravice-Wasserfälle


     Als alle gesättigt waren überquerten wir die kroatische Grenze, um zwei riesige Dolinen (bis zu          250 m Tiefe) zu besichtigen. 

   Der rote See bei Imotski

Diese entstehen in Karstlandschaften, wenn unterirdische Wasserabflüsse das Gestein abtragen und die so entstandenen Hohlräume einstürzen. In die Kleinere stiegen wir auf einem für den Kaiser errichteten Weg hinab. 

     Abstieg zum blauen See bei Imotski

Auf dem Boden der Doline hörten wir ein Referat über das touristische Potenzial Bosnien-Herzegowinas. 

    Referat von Katharina und Katja

    Zuhören...

     ... und mitarbeiten.

    Ohne Gruppenarbeit geht nichts mehr.

     Die Quizsieger! 😉
Als Abschluss der Tagestour folgte die Rückfahrt nach Mostar.


 Christoph, Donald, Tim

Herzegowina-Tour

Heute brennt wieder die Sonne und deshalb nutzen wir das Wetter für Freiluft-Aktivitäten. Hier rasch ein paar Impressionen.








Montag, 5. September 2016

Etappe 2: Mostar- der Anfang vom Ende

Heute Morgen brach unser letzter Tag in Sarajevo an. Nachdem wir heute früh um 10 Uhr aufgestanden, geduscht, gefrühstückt und gepackt haben, hatten wir noch drei Stunden Zeit, bis unser Busfahrer Miro uns um 13 Uhr mit seinem "500 000 €-Black-Edition Koloss" abholte.
Dann cruisten wir alle Richtung Mostar.


Unsere 3-Stündige Busfahrt (unter anderem auch unser Film!!) wurde vom einem äußerst verregnetem Stop in Jablanica unterbrochen.
Wir hielten an einem Museum über die Schlacht an der Neretva zwischen Deutschland und Jugoslawien im Zweiten Weltkrieg.

     Vor dem Museum in Jablanica

    Die für den berühmten Film "Schlacht an der Netetva" gesprengte Brücke

Der Museumsdirektor selbst hielt die Führung


Nachdem wir alle völlig durchnässt wieder im Bus saßen, wurde der "500 000€-Black-Edition-Koloss" von Miro wieder in Bewegung gesetzt und gekonnt entlang der Neretva nach Mostar manövriert.

 Der "500.000€-Black-Edition-Koloss"

Dort angekommen konnten wir unsere Zimmer glücklicherweise schnell beziehen und eine Dusche (diesmal ohne Warteschlange) genießen.
Um 18 Uhr bot Mišo Filipović eine Exkursion in die Altstadt zur sogenannten "Stari Most" an.
Aufgrund des Wetters nahmen nur etwa 10% unserer Mitschüler daran teil. Der Ausflug zum Supermarkt war jedoch heißer begehrt.

 
Die Stari Most 

Um 18:30 traf sich ein Großteil der Gruppe im Hotelrestaurant, um ein 4-Sterne Essen zu genießen. Unsere Babysitter hingegen ließen uns ausnahmsweise allein und genießen einen schönen Grillabend bei der Familie unseres Busfahrers Miro (ohne Bus).

Abendessen der Schüler im Hotelrestaurant

Abendessen der Lehrer

Schau mir in die Augen, Kleines...

Der restliche Abend steht uns frei zur Verfügung, denn morgen früh um 8:45 wartet wieder der "500 000€-Black Edition-Koloss" auf uns.

Wir freuen uns schon auf die Herzegowina - Tour

Anna, Lukas, Nils & Milena 

Abschied aus Sarajevo

Die Koffer sind gepackt, die letzten Souvenirs sind gekauft. Abschied. Der Himmel weint über Sarajevo. Dennoch blicken wir mit einem lachenden Auge in Richtung Mostar. Die alte Hauptstadt der Herzegowina erwartet uns mit ihrer weltbekannten Brücke, die das smaragdgrüne Wasser der Neretva mit einem einzigen ausladenden Bogen überspannt - auch heute noch eine Meisterleistung an Ingenieurskunst.


Sonntag, der 04.09.16

Liebes Tagebuch,

heute ist der letzte Tag in Sarajevo. Um zum Abschluss nochmal viel zu entdecken, ist es besonders wichtig auszuschlafen! Deshalb trafen wir uns erst um "18 vor 10" am Bus.
Frisch ausgeschlafen startete unsere Entdeckungs-Tour durch die Randgebiete von Sarajevo. Während unserer Tour haben wir oft die Grenze zwischen den beiden Entitäten, der Republika Srpska und Bosniakisch-Kroatischen Föderation passiert.
Unser erster Stopp war im serbisch verwalteten Teil von Sarajevo an der EUFOR-Basis. Dort haben wir unseren Fremdenführer Martin Böhnlein, ein deutscher Kartograf beim Militär, eingesammelt. Zwischen den einzelnen Stationen erklärte uns Herr Böhnlein die Geschichte von Sarajevo.



Als erstes hielten wir auf einem Feldweg in der "Pampa" mit Blick auf den Flughafen und auf die umrandenden Berge von Sarajevo. 



Danach stiegen wir ein zweites Mal zwischen römischen Ruinen aus dem 2. Jahrhundert und einem Park in Ilidža aus dem Bus. 
Anschließend sind wir auf den Berg Trebević gefahren, wo wir ein altes, zerfallenes Hotel, mit Panorama-Blick auf den nördlichen Teil von Sarajevo, besichtigt haben. Das Hotel war zur Zeit der Belagerung Sarajevos ein "Nest" für Scharfschützen. 




Von dort sind wir zu einem weiteren Aussichtspunkt gegangen, wo wir den südlichen Teil von Sarajevo sehen konnten. Es wurden viele "Selfies" geschossen.



Bevor es dann zum Essen ging, machten wir noch einen Zwischenstop in einer Wohnsiedlung in der Republika Spska. Dort stand ein fragwürdiges Denkmal. Das Denkmal stellt Gavrilo Prinćip, den Schützen vom Attentat 1914 dar, der das österreichische Thronfolgerpaar in Sarajevo ermodete, woraufhin der erste Weltkrieg ausbrach. Das "Kuriose" daran ist, dass das Denkmal mitten auf einem Kinderspielplatz steht. Auf Seiten der Förderation wäre ein Denkmal für den Attentäter unvorstellbar, aber auf der serbischen Seite ist dieser ein Held.



Nachdem wir von Herrn Böhnlein zum Bohnenessen eingeladen wurden, ging es gegen 14 Uhr zurück zum Hostel. An dieser Stelle einen herzlichen Dank an Herrn Böhnlein für die interessante Tour!
Um 19 Uhr ging es weiter mit unserem Programm und bis dahin hatten wir Zeit zur freien Vergnügung. Gegen 19:20 Uhr erreichten wir nach einem 20 minütigen Fußmarsch eine Aussichtsplattform. Nachdem Panoramafotos, "Selfies" und Gruppenfotos gemacht wurden, hörten wir uns, während im Rücken die Sonne hinter dem Horizont verschwand, noch weitere Referate an.




Wie die Abende zuvor durften wir alle auch den Heutigen frei gestalten, bevor uns Herr Gieska mit einer Gute-Nacht-Geschichte das Einschlafen erleichterte.


Amelie Warneke, Caroline Theobald & Pascal Szyma


Sonntag, 4. September 2016

Live-News

Im Augenblick befindet sich die Gruppe auf einer Aussichtsplattform oberhalb der Stadt und hört bei Abendstimmung Referate. Sehr stimmungsvoll!